Mercedes-Benz C180 Kompressor Unikat (W202) – Modifikationen – Exterieur – Kompressorumbau in verschiedenen Bauphasen – Phase 2

Last Updated on 17. Februar 2021 by spookie

Ein großes Stück Arbeit liegt hinter Markus, der Mann ist unbezahlbar. Hier an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank. Er konnte sich sehr gut in das Thema und dessen Problematik reinversetzen und hat hier eine wahnsinns Arbeit geleistet in umgerechnet 3 Tagen.

Wie man auf den Bildern sieht, wurde der Kompressor komplett ausgebaut, da der alte ja defekt ist und die Schrauben recht viel Spiel haben, was auch die starken Vibrationen und schlagenden Geräusche erklärt hat. Zudem hat man an den Getrieberädern farbliche Veränderungen gesehen, die darauf hindeuten, dass sie viel zu warm wurden und die Ölzufuhr entweder mal unterbrochen war oder aber zu wenig Öl ankommt. Ursprünglich sollte die Ölzufuhr vergrößert werden am Eingang des Kompressors, es war jedoch nicht ohne weiteres möglich und so wurde es verschoben. Der Lader steht nicht dauerhaft unter Öl, er quasi nur live damit versorgt, wenn die Maschine läuft. Das würde es zumindest schonmal teilweise erklären. Vollgasfahrten könnten ihn so weiterhin schaden, daher vermeide ich das momentan, bis die Öffnung vergrößert werden konnte.

Auf den Bildern sieht man auch unterhalb der Drosselklappe ein Distanzstück. Wir fragen uns noch immer, welchen Sinn das machen sollte. Durch dieses Distanzstück ist die Drosselklappe weiter oben, somit auch das Ansaugrohr. Die Folge daraus war das Anliegen an der Motorhaube, die davon leider auch Schaden genommen hat. Sie vibrierte immer sehr stark, weil das Rohr dirkt anlag und so war auch der Lack bald beschädigt. Nun wurde die Drosselklappe wieder ohne Distanzstück montiert und es passt wieder ohne Probleme. Was die Tiefersetzung bringen sollte, fragte man sich auch danach, da alles in Ordnung war.

Die Befestigung des Kompressors war auch sehr vermurkst. Ohne Spezialwerkzeug oder verbiegen von Schraubenschlüsseln kam man kaum an die Schrauben dran, wo der Lader auf der Ansaugbrücke festgeschraubt. Hier wurde seitens der Konstrukteure überhaupt nichts gedacht. Im Gegenteil: man entdeckte an der Unterseite der Brücke noch einen zugeschweissten Bereich, hier hätte eigentlich eine Art Ladeluftkühler eingebaut gehört, aber der Raum ist nun freigelassen. Ich kann mich an den Anfang des Umbaus erinnern, wo so ein Kühler mit im Paket war, dieser wurde aber nie verbaut. Ob das nun Sinn macht, einen passenden wieder zu besorgen oder ob man es einfach sein lässt und irgendwann einen externen nimmt, ist keine großte Frage. Den packe ich dann lieber nach vorne, wo er mehr Luft bekommt und die zugeschweisste Platte bleibt so sie ist. Markus hat sich nun eine andere Befestigung ausgedacht, wo man im Notfall auch noch rankommt. Auf einem Bild sieht man eine kleine Platte, die er reingeschnitten und wieder zugemacht hat. Darüber kommt man nun an die Befestigungen des Laders heran.

Beim Zusammenbau hat man dann auch das nächste Problem gehoben: der Getriebezug/Gaszug, der bisher nur gehemmt gelaufen war und die Drosselklappe nicht komplett öffnen konnte. Was natürlich einen Nachteil für mich hat weil Leistung nicht ganz genutzt wird und es war sogar so, dass er mal hängengeblieben war und nur mit Kabelbindern freigelegt wurde.

Das wurde hier nun richtig gemacht. Markus hat den Halter für den Zug verändert im Winkel und so gesetzt, dass der Gaszug nun endlich wieder richtig sitzt und vor allem frei laufen kann. Es sieht auf den Bildern zwar eng aus, aber das ist nicht so. Freier Lauf, ohne Probleme. Es wurde hierzu auch noch eine Benzinleitung, die wo im Weg war, rausgenommen und durch eine etwas längere ersetzt. So kann man nun die Leitung etwas anders legen und hat für den Zug mehr Platz. Das ist auch so eine halb durchdachte Konstruktion seitens der Umbaufirma gewesen, wo man sich fragt, warum die das nicht gleich richtig gemacht haben. Ich kann mich an mehrere Telefonate erinnern, wo sie an dem Zug rumgespielt haben, damit es besser läuft, aber optimal war es nie. Im Gegenteil: ich hatte bei der Abholung des Fahrzeugs damals nichtmal einen Kickdown – das geht ja mal gar nicht.

Nach der Einstellung des Zuges habe ich nun endlich wieder ein serienmässiges Schaltverhalten inkl. Kickdown, so wie es sein soll. Der 4. Gang geht weiterhin ziemlich hart rein, aber das hat wohl einfach mit dem Unterdruck zu tun oder das Getriebe wo ich drin habe hat eine Macke – ich kann es nicht genau sagen. Bin über den aktuellen Zustand nun aber sehr glücklich, das Fahren macht eindeutig wieder mehr Spaß.

Während des Zerlegens fragte ich mich, ob das alles überhaupt Sinn hat, was man da an Zeit und Geld reinsteckt, es sah auch nicht sehr gut aus. Nachdem nun aber ordentlich Zeit reingesteckt wurde und dazu auch jede Menge Hirnschmalz was die technischen Abläufe angeht, kann man sagen ja das ist nun auf einem guten Weg. Wie man auf den Bildern weiter unten sehen kann, sieht das ganze nach dem Zusammenbau besser und sorgfältiger aus. Nicht nur das nun schwarz angepinselte Rohr, welches anstelle des Luftschlauches verbaut wurde und nun auch eine professionelle Befestigung bekam damit die Kabelbinder verschwinden. Nein auch die allgemeine Optik. Es wird besser durchdacht und stabiler. Auch die Kabel wurden gut behandelt und teils umwickelt, um das Gesamtbilder zu verbessern und sicherer zu machen. Es ist zwar nicht Serienstandard, weil immernoch Kabel zu sehen sind und Leitungen, die man nicht wegmachen kann, aber ich finde es sehr gut so. Das Auge freut sich schließlich auch, nicht nur der rechte Fuß.

Stören tut mich noch der blaue Schlauch, den man auf dem Lader sieht und der auch keine Funktion mehr hat, seitdem er zugemacht werden musste. Einfach entfernen ging nicht, weil das Loch am Lader zu groß war um es zu schweissen, aber das wird in naher Zukunft auch noch verschwinden, um die Optik zu verbessern. Ebenso die Lackplatzer und unnötigen Löchter an der blauen Brücke. Im Zuge von Lackierarbeiten wird das wohl in 2012 schön hergerichtet werden, dann wenn feststeht, wo ein Ladeluftkühler reinkommt. Dann auch wird das schwarz angemalte Ladedruckrohr aus einem Guß gebogen werden von einem Rohrbieger, nur die Optik davon ist noch offen, da es mit dem schlichten schwarz sehr gut ausschaut.

Sehr viel mehr Bilder, sind in folgender Galerie zu sehen:

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