Mein Unikat: Mercedes-Benz C180 (W202) Elegance mit Autorotor Kompressor Umbau

Umbauten/Modifikationen, die wieder entfernt wurden oder weiteren Maßnahmen zum Opfer fielen

 

Zusatzanzeigen für Öltemperatur, Öldruck, Ladedruck und Spannung
Hersteller: Raid, Serie Nightfly
Zulassung: wird keine benötigt, der TÜV erwartet einen sauberen Anschluss der Sensoren

 

Erstellt: 08. April 2011


Die alten Mercedes hatten noch eine wichtige Anzeige: den Öldruck. Das findet man heute nicht mehr und das ist doch gerade bei leistungsgesteigerten Fahrzeugen eine sehr sinnvolle Sache. Also hatte ich mir kurzerhand die Anzeigen gekauft und überlegt, welche machen Sinn und wo kann ich sie hinpacken. Fast jeder packt diese hell leuchtenden Anzeigen an die A-Säule, so sind sie immer gut im Blick. Gerade nachts stört sowas aber unheimlich, da es sehr hell ist. Zudem verdickt es die A-Säule und es macht für mich dort keinen Sinn. Da ich ohnehin das Fischer CD-Fach in der Mittelkonsole nicht nutzte und Nichtraucher bin und keinen Aschenbecher brauche, habe ich mich dafür entschieden. Aschenbecher und CD-Fach raus, und schon hat man sehr viel Platz, auch nach hinten für die Anschlüsse (trotz der vielen Kabel der Hifi-Anlage).

 

Der Fräser hat mir eine Blende angefertigt auf Maß, diese gibt es so nicht zu kaufen. Ursprünglich sollte diese Alu-Blende per Wassertransferdruck ins Wurzelholzdesign gebracht werden. Da die betreffende Firma aber 2x nicht in der Lage war, es durchzuführen und es endlich eingebaut werden sollte, kam es nun so rein im Alu-Look. Da die Ringe der Anzeigen eine ähnliche Farbe haben, sieht es nichtmal schlecht aus, es wird jedoch in einer Zukunft noch angepasst werden auf den Innenraum. Bis dahin bleibt es erstmal eingebaut und hat seinen Sinn.

 


 

Das A und O ist der Kabelsatz, wie man auf diesem Bild sehen kann.

 

 

 

Dieser läuft von den Anzeigen in der Mittelkonsole (alles ist aussteckbar zum schnellen Ausbauen) zum vorderen Sicherungskasten (durch den Fahrerfussraum) und bekommt dort mit einer extra Sicherung Zündungsplus. So sind sie bei jedem Start des Wagens sofort aktiv und hell beleuchtet, so dass sie auch dort unten ablesbar sind bei Tageslicht.

 

Die Kabelverlegung geht dann sauber weiter zu den Sensoren, dessen Anschluss bei einem Bastler lieber von einem Profi gemacht werden sollte. In der Regel kann man die Öltemperatur an der Ölwanne abnehmen, dort macht es am meisten Sinn um die richtige Temperatur hinzubekommen. Wenn man nicht gerade einen solchen Umbau hat wie ich, dann ist dort ein zweiter Anschluss problemlos möglich, bei mir allerdings war dieser belegt für die Ölversorgung meines Kompressors. Daher hatte ich eine handangefertigte Sensorhalterung bekommen, die Ihr nicht benötigt.

 

Öldruck kann man z.B. unter dem Ölfilter abnehmen, das funktioniert auch zuverlässig. Der Ladedruck ist sehr einfach gestrickt, es ist im Grunde nur ein transparenter Schlauch, der zu einem Sensor geht und der gibt das Signal dann weiter. Die Abnahme erfolgte bei mir nahe des Wastegateventils, das was normale Fahrzeuge nicht haben (ausgenommen Turboumbauen).

 

 

So sahen die Anzeigen noch unverbaut aus:

 

 

 

Nach dem Anfertigen der Blende aus Alu, wiederrum Handarbeit, sind der Aschenbecher und das CD-Fach endgültig rausgeflogen. Damit ich weiterhin einen 12V Anschluss habe, wurde dieser an die Spitze der Telefonkonsole gesetzt, eine Variante mit Deckel um vor Dreck zu schützen. Das ist unauffällig und sehr praktisch, da man sonst nichtmal eine Kühlbox anschließen könnte.

 

Um es möglichst schick hinzubekommen, wurden in die Mitte noch meine Schalter gesetzt für die Zusatzlampen, die Playstation und die Kontrolleuchte der Alarmanlage. So wirkt es sauber gemacht und ist optisch selbst im Alu-Look ein Leckerbicken. So hatte ich es mir immer gewünscht, 3 Anzeigen fand ich einfach zu wenig. Wenn es in diesem Design noch eine Abgastemperaturanzeige gehabt hätte, wäre diese auch verbaut worden, aber das hat sich in dem Nightfly Design leider nicht einrichten lassen. Eine sinnvolle Sache für hohe Belastungen.

 

 

Bilder bei Tag:

 

 

 

 

Bilder bei Nacht, hier wirkt es verdammt gut und sie sind sehr hell, stören da unten aber gar nicht. Ein Blick und man sieht alles selbst als großer Fahrer.