Mein Unikat: Mercedes-Benz C180 (W202) Elegance mit Autorotor Kompressor Umbau

Umbauten/Modifikationen

 

Standheizung Thermo Top C mit 3-Zonen-Uhr und Fernbedienung
Hersteller: Webasto
Zulassung: TÜV-Eintragung, Gutachten liegt bei, Standheizungsaufkleber muss im Motorraum gut sichtbar angebracht sein

 

> Download des Gutachtens als pdf-Datei <

> Download der kompletten Stückliste <

> Download der Einbauanleitung <

> Download der T70 und T80 Fernbedienung-Bedienungsanleitung <

 

Erstellt: 22. November 2002
Update: 04. September 2011

 

Ich hatte es satt: jeden Wintermorgen sind die Scheiben vereist und ich kann mich hinstellen und ewig kratzen. Zu allem Überfluss gibt es auch noch Kratzer auf der Scheibe. Ist endlich alles frei setzt man sich ins Auto und nach 2 Minuten ist wieder alles vereist - SUPER!

 

 

Das Gerät:


Die Standheizung selbst ist relativ klein und unscheinbar, sie ist ca. 30*10*10 cm groß (geschätzt) und wird an einer, je nach Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Stelle eingebaut. Bei mir war es unter der vorderen Stoßstange auf der Beifahrerseite.
Im Auto findet man dann ein kleines Bedienteil, mit dem man die Einschaltzeit programmieren kann, zusätzlich (optional) hab ich eine Fernbedienung gekauft welche bis zu 2km Reichweite besitzt.

 

Die Bedienung:


Zur Inbetriebnahme stellt man am Bedienteil zuerst die Uhrzeit ein. Nun hat man drei unterschiedliche Startzeiten zur Verfügung, die man frei einstellen kann.
Um am nächsten Morgen eine freie Scheibe zu haben, stellt man die Startzeit ca. 20 Minuten vor Fahrtbeginn ein. Die Lüftung des Autos sollte auf der ersten oder zweiten Stufe stehen. Stellt man eine höhere Lüfterstufe ein erreicht man keine höhere Heizleistung aber die Batterie wird stärker belastet, was ja im Winter nicht immer besonders günstig ist!
Falls man vergessen hat, die Heizung vorzuprogramieren oder zu einer unvorhergesehenen Zeit losfährt, kann man sie auch mit einer Schnellstarttaste in Betrieb nehmen.
Um die Standheizung wieder abzuschalten genügt ein kleiner Tastendruck, dann läuft sie noch für ca. zwei Minuten nach (um abzukühlen) und schaltet sich dann aus.

 

 

Die Fernbedienung - Tips:

 

Die Funkfernbedienung besitzt eine Rückmeldung und zeigt durch Blinken an, dass das Signal nicht übertragen wurde (grün = Fehler beim Einschalten, rot = Fehler beim Ausschalten). Ansonsten leuchtet die Kontrollleuchte beim Einschalten kurz grün auf und beim Ausschalten kurz rot auf. Blinkt die Leuchtdiode 3 Sek. lang orange, sind die Batterien fast leer. Leuchtet sie 5 Sek. andauernd, ist die Batterie leer (niedrige Restspannung)

 

 

Wirkung:


Die ist fantastisch. Zuerst läuft die Heizung relativ leise um dann mit einen gut hörbaren bollernden Geräusch in den Vollastbetrieb überzugehen. Nun wird das Kühlwasser des Motors umgewälzt und der Motor vorgewärmt. Ist er warm wird das Lüftungsgebläse automatisch zugeschaltet und der Fahrzeuginnenraum aufgeheizt. Bei einer vereisten Scheibe kann man wunderbar beobachten, wie von den Luftaustrittsdüsen her, die Scheibe in ca. 10 Minuten abgetaut wird ? und der kratzende Nachbar grün im Gesicht wird *g*.
Je nach Aussentemperatur benötigt die Heizung dafür zwischen 6-15 Minuten, dann ist es aber auch im Auto schön warm und man kann gleich ohne dicke Jacke ins Auto steigen.

 

 

Der Verbrauch:


Natürlich verbraucht die Heizung für ihren Betrieb Kraftstoff. Angegeben ist sie mit einem Verbrauch von 0,5 Liter in der Stunde. Da man eine solche lange Zeit eigentlich nicht benötigt verbraucht sie pro ?Einsatz? ca. 0,1 Liter Kraftstoff. Durch den vorgewärmten Motor fällt allerdings der Kaltstart und der damit stark erhöhte Kraftstoffverbrauch des Motors weg, so das man mit einem Verbrauch von + / - 0 ausgehen kann. Falls man die Standheizung irrtümlich eingeschaltet hat, so schaltet sie sich nach 30 Minuten von allein aus, da dann der Kraftstoffvorrat in der Heizung erschöpft ist.

 

 

Vorteile:


Der größte Vorteil ist der Sicherheitsgewinn bei Fahrtantritt. Die Scheiben sind frei und vereisen auch nicht wieder. Wer kennt das nicht ? die freigekratzte Scheibe ist nach 100m wieder vereist. Das ist vorbei und man hat sofort freie Sicht.
Der zweite Vorteil ist der Komfortgewinn. Es ist einfach herrlich, wenn man morgens ins vorgewärmte Auto steigt.
Der dritte Vorteil ist der wegfallende Kaltstart des Motors. Das Kühlwasser hat Betriebstemperatur und damit erreicht der Motor schnell seine optimale Temperatur. Dadurch wird der Verschleiß stark verringert, den n der größte Motorenverschleiß tritt beim Kaltstart auf!
Da man keine Scheibe mehr kratzt gibt es auch keine Kratzspuren mehr, die treten immer beim Eiskratzen und verschmutzter Scheibe auf.
Ein eingebauter ?Batteriespannungswächter? überwacht die Temperatur derselben und schaltet bei Unterschreitung von 10,5 Volt die Heizung aus, damit wird die vollständige Entladung der Batterie vermieden.

 

 

Nachteile:


Der größte Nachteil ist der Preis! Es ist schon ein ganzer Haufen Geld. Aber wenn man sie einmal hat möchte man sie nicht mehr missen.
Der zweite Nachteil ist der Stromverbrauch. Wenn man nur kurze Strecken fährt und die Batterie betagt ist, dann entlädt man über kurz oder lang die Batterie und irgendwann geht nichts mehr.

 

 

Fazit:


Meiner Meinung nach ein sehr gutes und nützliches Zubehörteil. Es bringt im Winter ein Mehr an Sicherheit und Wohlbefinden. Der vorgewärmte Motor springt leichter an und die Scheibe vereist nicht mehr. Was will man mehr!
Wichtig ist aber eine gute geladene Batterie? Sonst freut sich der kratzende Nachbar...